"deFocus"

Live Event!
Freitag, 19. September 2008, 20 Uhr
Samstag, 20. September 2008, 20 Uhr

SHIFT
eine Performance von Marianne Kirch/Die Bairishe Geisha
Marianne Kirch, Theodossia Stathi, Isjtar

Blackout. Die Bairishe Geisha kommt ihrem Text abhanden. Sie verschwand, sagt das Publikum. Aber niemand hat wirklich etwas gesehen in dieser Dunkelheit. In dem minutenlangen Blackout aber öffnet sich eine rettende Tür, hinter der sie eine Übersetzerin erwartet …

Konzept: Marianne Kirch
Tanz: Theodossia Stathi
Sounds: Isjtar
Songs: Marianne Kirch
Klaviermusik: Rolf Maier
Licht: Reynaldo Ramperssad
Kostüm: Dorothée Catry auf der Basis der Geisha Kostüme von Detlev Diehm
Perücken: Christl Wein, Dorotée Catry
Graphic Novel: Benoît Henken

"SHIFT" ist der erste von drei Abenden der Bairishen Geisha, in der jede der drei Performerinnen sich mit dem Verlorengehen von Identität und Kontext auseinandersetzen. Mit Übersetzung, Aussterben, Vergangenheit. Und neuen Möglichkeiten.

Eintritt: 15.-€/10.- €

Mit freundlicher Unterstützung der LH München, BAINS::CONNECTIVES und cc de Zeyp, Brüssel, und der Tanztendenz München. In Koproduktion mit der tube Klanggalerie München.

"Lost in ... die Zimmer der verlorenen Bedeutungen"

Es muss zwischen Sprachen eine Kluft geben, in die alle Worte hineinstürzen."
(Yoko Tawada)

Auf geheimnisvolle Weise verschwinden täglich beim Übersetzen Bedeutungen in astronomischer Zahl, die sich in einem Niemandsland zwischen den Sprachen sammeln. Alles, was nicht übertragen, hinübergetragen werden kann, was keine neue (Sprach)-Heimat findet, alles, was noch nicht - oder nicht mehr - verstanden wird, führt hier notgedrungen ein dunkel verschattetes Eigenleben.

Es gibt Zugänge zu diesem Zwischenreich. Es sind die Zimmer der verlorenen Bedeutungen. Es gibt jemanden, der weiß, wie man dahin findet: die Bairishe Geisha.

Nach 9 Jahren der Arbeit im Kollektiv wird jede der drei Performerinnen der Bairishen Geisha die Tür zu ihrem Zimmer der verlorenen Bedeutungen öffnen. Sich mit dem Verlorengehen von Identität und Kontext auseinandersetzen. Mit Übersetzung, Aussterben, Vergangenheit. Und neuen Möglichkeiten.
"SHIFT" ist der erste Abend dieser Serie.

Live Event!
Donnerstag, 9. Oktober 2008, 20 Uhr

Turntable Reconstructions
DJ Sniff (Takuro Mizuta Lippit)

Mit erstaunlicher Fingerfertigkeit bearbeitet DJ Sniff das "Instrument" Plattenspieler und Computermischpult, scheinbar willkürlich werden Klänge erzeugt und miteinander verbunden. Knöpfe und Schalter werden mit unglaublicher Geschwindigkeit bedient. Der Computer arbeitet "selbständig" während die Platte auf dem Spieler ausgetauscht wird und genauso unbeeindruckt dreht sich der Plattenteller während DJ Sniff aus dem Computermischpults weitere Tonabfolgen und Klänge herauskitzelt. Die daraus resultierende Musik ist experimentell, abwechslungsreich und doch irgendwie gradlinig auf ihre Art. Die einzelnen Musikstücke sind vielschichtig, verfügen über einen greifbaren Anfang und ein Ende, mit unterschiedlichen Spannungsbögen dazwischen. Die Anziehungskraft, die von dieser Musik ausgeht, lässt sich nicht leugnen.

DJ Sniff, der als Takuro Mizuta Lippit in Kalifornien geboren wurde und in Tokio aufgewachsen ist, glaubt an die instrumentale Eigenständigkeit des Plattenspielers und das musikalische Können des Diskjockeys. Er ist ein Musiker, der sich im Feld von improvisierter und experimenteller Musik bewegt. Mit nur einem Plattenspieler, Mischpult und speziell entwickelter Soft- und Hardware erforscht DJ Sniff neue Ausdrucksmöglichkeiten der elektronischen Musik. Sein Betätigungsfeld erstreckt sich auch auf Veranstaltungen für elektronische Musik, die er als Kurator begleitet. DJ Sniff ist auch ein Forscher, der neue Musiktechnologien analysiert und ausprobiert.

Während er Kunstgeschichte und Philosophie in Tokio studiert hat, war er bereits als DJ in der Untergrundszene für elektronische Musik tätig. Er gründete eine Gemeinschaftsproduktion mit dem Namen "smash TV" und organisierte genreübergreifende Veranstaltungen wie zum Beispiel "anti Gravity" und "bistro-Smash". Im Jahre 2002 ging er nach New York um ein Studium für Computermusik und technische Datenverarbeitung zu absolvieren. DJ Sniff lebt in Amsterdam und ist seit 2005 in die Arbeit des STEIM - Studio for Electro-Instrumental Music, Amsterdam involviert und dort als künstlerischer Co-Direktor tätig. Er tritt regelmäßig mit dem Computermusiker Yutaka Makino (als Duo Audile) und dem Saxophonisten Keir Neuringer auf.

Internetseite des Künstlers: www.djsniff.com

Der Eintritt ist frei.

Vinyl und Labtop - Hip-Hop Technik im experimentellen Umfeld: Ein Grenzgang zwischen musikalischen Welten mit dem künstlerischen Direktor des "R&D lab" des "Studio for Electro-Insrumental Music", Amsterdam (STEIM).

Live Event!
Donnerstag 23.Oktober 2008, 20 Uhr

Waldstueck - Audio-Arbeit basierend auf Löschprozessen
Michaela Ehinger, Sprecherin
Christoph Korn, Live Elektronik
Maximilian Marcoll und Hannes Galette Seidl, MAX/MSP Programmierung

Das Löschen ist mir ein poetisches, kontemplatives gleichermaßen wie ein politisches Verfahren.

… hier ist das Waldstück in der Nähe von Dachau, das im Begriff ist zu verschwinden, wir sprachen kurz darüber....es ist gerade ins Netz gegangen.... Der Löschprozess dauert nun 3 Jahre: www.waldstueck.net

Die t-u-b-e zeigt performative Varianten mit Sprecherin, Live Elektronik und Computer.

Waldstueck:
Koproduktion hr2kultur/Hörspiel und Deutschlandfunk/Neue Musik
gefördert durch Stiftung Kunstfonds, Bonn
in Zusammenarbeit mit wemove, digital solutions, Berlin

Christoph Korn
Audio
geboren 1965, lebt in Düsseldorf; er studierte Philosophie und Politologie; in den 80er Jahren politische Arbeit; seit Anfang der 90er Jahre freischaffender Audiokünstler; in den letzten Jahren vor allem Auseinandersetzung mit analogen und/oder maschinell erzeugten Löschprozessen. Seine künstlerischen Produktionen wurden bei zahlreichen internationalen Festivals für zeitgenössische Musik und Medienkunst aufgeführt. Gastdozenturen und Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen; Preise und Stipendien in den Bereichen Komposition und Medienkunst.

Michaela Ehinger
Schauspielerin, absolvierte ihr Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Am Schauspielhaus in Frankfurt spielte sie in den folgenden Jahren ( 1984-1987) unter der Intendanz von Adolf Dresen und Günther Rühle. Die unterschiedlichen Arbeitsweisen von Einar Schleef, Peter Löscher und H. D. Jendreyko forderten sie am stärksten und hinterließen Spuren in ihrem weiteren
Schaffen. Ein einjähriger Studienaufenthalt in Buenos Aires folgte. 1989 entwickelte Sie ihr erstes Solo "Michaela Ehinger spielt spricht singt springt Kurt Schwitters", welches im Mousonturm mehrfach erfolgreich gezeigt wurde und in weiter entwickelter Form bis heute auf Festivals gezeigt wird. Ihre Suche nach einem erweiterten Begriff des Theaters hatte begonnen und zahlreiche Solos und freie Projekte mit Künstlern und Musikern folgten. Im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit steht die Dichtung - die verdichtete Sprache - welcher Sie sich als Medium zur Verfügung stellt. 1998 gründete Sie zusammen mit Oliver Augst, Marcel Daemgen und Christoph Korn das Künstlerkollektiv TEXTxtnd. www.textxtnd.de Neben der künstlerischen Arbeit entwickelte Sie ein zweites Standbein als Coach, leitet Seminare in der Wirtschaft und ist Dozentin an der Zeppelin University in Friedrichshafen.

Live Event!
Freitag, 10. Oktober 2008, 20 Uhr

ad hoc music: modulated works
Gunnar Geisse (laptop guitar),
Georg Janker (nord modular G2),
Ignaz Schick (turntables, objects)

3 Spezialisten auf der Suche nach neuen Klangräumen: Es geht um kybernetische Synergien und die Abgrenzung der Ausdrucksmöglichkeiten von Instrument und Elektronik. Mit Improvisationsstrategien sind sie ebenso erfahren, wie mit dem eigenwilligen Umgang und der Zusammenstellung ihres Instrumentariums. Jedes Konzert ist work-in-progress und birgt damit das Unerwartete, zeigt eine Momentaufnahme beim Forschen im Grenzbereich sonischer Wahrnehmung.

Gunnar Geisse entwickelte eine persönliche Hardware / Software-Schaltung - er nennt sie laptop guitar - die es ihm ermöglicht, seine analoge Spielweise auf digitaler Ebene fortzuführen. Georg Janker improvisiert mit einem virtuellen analogen Synthesizer, der die traditionelle analoge Synthese mit neuen Elementen verknüpft. Ignaz Schick verwendet als analoge Klangquelle einen Plattenspieler, den er mit unterschiedlichsten Objekten präpariert. Er nennt seine Anordnung "rotating surfaces".

Eintritt: 14 €, erm. 10 €
Veranstalter t-u-b-e Klanggalerie

Live Event!
Sonntag, 26. Oktober 2008, 20 Uhr

ad hoc music: The Bosch Experience
Knut Aufermann (live processing), Sarah Washington (circuit bending), Gunter Pretzel (viola), Michael Feller (live electronic), Børre Mølstad (tuba)

Alan Fabian (München) - Komposition,Programmierung
Thomas Frey (Wien) - Flöte
Christoph Seibert (Karlsruhe) – Klangregie, Programmierung

Das Nichts Erfassen – Ein klanglicher Grenzversuch am Rande der Wahrnehmung.

Aus Deutschland, England und Norwegen stammen die fünf Querdenker und bringen die verschiedensten musikalischen Herkünfte in das Projekt ein. The Bosch Experience ist eine musikalische Grenzerfahrung: Live processing, feedback und circuit bending finden mit den analogen Klängen von Tuba und Bratsche in einer seltsamen, subtilen Melange zusammen.

Knut Aufermann (D), Master of Sonic Arts der Middlesex University, London war lange Jahre Manager der Kunstradiostation Resonance104.4fm. Als Musiker ist er geschätzter Partner u.a. von Alvin Lucier, Lol Coxhill, Otomo Yoshihide, Sarah Washington & Phil Minton. Sarah Washington (UK) beschäftigte sich nach ihrem Studium der Sonic Arts in London eingehend mit dem Bau elektronischer Musikinstrumente und bestritt damit zahlreiche Auftritte, u.a. mit Steve Beresford, Otomo Yoshihide, Toshimaru Nakamura und seit 2001, im Duo Tonic Train mit Knut Aufermann.

Gunter Pretzel (D) ist seit 1984 als Bratschist Mitglied der Münchner Philharmoniker und verfolgt darüber hinaus vielfältige kammermusikalische und solistische Tätigkeiten, auch im Kontext freier Musik. Im Jahr 2000 gründete er mit Michael Feller des experimental-Duo Violet Cab. Michael Feller (D) war Mitglied bei Amon Düül 2, danach betreute er das Studio für elektronische Musik in Düsseldorf (Günther Becker). 1996 eröffnete er sein eigenes Tonstudio in München. Børre Mølstad (NOR) beendete 2002 sein Studium Jazz-Tuba und Komposition an der Royal Academy of Music in London. Er ist Mitglied des London Improvisers Orchestra und des Frode Gjerstads Circulasione Totale Orchestra.

http://knut.klingt.org http://mobile-radio.nethttp://peltzer-pv.de/ http://www.violetcab.de

Eintritt: 14 €, erm. 10 €
Veranstalter t-u-b-e Klanggalerie

Live Event!
Mittwoch, 12. November 2008, 20 Uhr

ad hoc music: Hub & Zub
Paul Hubweber (tb), Philip Zoubek (p)

Einen quicklebendigen Austausch von Ideen pflegen, mit sehr viel Freiheit und ziemlich unbeeinflusst von konzeptionellen und konventionellen Restriktionen. So befassen sich Paul Hubweber, Philip Zoubek seit 2004 in ihren Klangwelten mit den Traditionen der Moderne und des Jazz.

Als Komponist tritt Philip Zoubek derzeit mit seiner eigenen Formation 'Philz' mit Radek Stawarz (Violine) und Matthias Muche (Posaune) in Erscheinung. Er beherrscht die traditionelle Tastenspielerei auf dem Piano ebenso wie Präparationstechniken, mit denen er den Klangkörper seines Instruments extendiert.

Paul Hubwebers musikalische Stimme ist, teils schon seit langen Jahren, zusammen mit Musikern wie Claus van Bebber, Erhard Hirt und Paul Lytton, John Butcher, Markus Eichenberger und Jürgen Morgenstern zu hören. Aktuelle Ensembles: 'PaPaJo' mit Paul Lovens und John Edwards, Duo 'Schnack' mit dem Elektroniker Ulrich Boettcher sowie Markus Eichenbergers 'Domino Orchestra'.

Eintritt: 14 €, erm. 10 €
Veranstalter Offene Ohren e.V.

Live Event!
Donnerstag, 13. November 2008, 20 Uhr

ad hoc music: SIX
Jacques Demierre (p), Isabelle Duthoit (cl, voc), Charlotte Hug (viola), Urs Leimgruber (reeds), Thomas Lehn (analog synthesizer), Dorothea Schürch (voc, singende Säge)

Die Musik von SIX basiert auf freier Improvisation, dem Einsatz von Saiten- und Blasinstrumenten, Stimmen und elektroakustischen Klängen sowie den gegebenen energetischen, akustischen und architektonischen Voraussetzungen des Konzertraumes.

Sie manifestiert sich bedacht und einzigartig im Raum, im Benützen oder Enthüllen seines akustischen Potentials. Musik, Klänge, Geräusche und Stille entwickeln sich mit dessen Dynamik und beeinflussen sich gegenseitig. Die Grenzen zwischen den Instrumenten, den Techniken und ihren Diziplinen werden aufgelöst. Diese Kunst der Grenzüberschreitung verändert auch den Zuhörer in seiner Hörwahrnehmung und macht ihn gleichzeitig - bewußt oder unbewußt - zum Miterzeuger eines unvergleichbaren Hörerlebnisses. Wie es Cornelius Cardew schrieb: " the natural context provides a score which the players are unconsciously interpreting in their playing. Not a score that is explicitly articulated in the music and hence of no further interest to the listener as is generally the case in traditional music, but one that coexists inseparably with the music, standing side by side with it and sustaining it".

Eintritt: 14 €, erm. 10 €
Veranstalter Offene Ohren e.V.

Live Event!
Dienstag, 18. November 2008, 20 Uhr

Go guitars – processing 2
Elliott Sharp

Nach dem ersten Konzert mit Richard Barrett setzt das Ensemble go guitars die Reihe processing 1-4 nun mit Elliott Sharp fort. Hier, wie auch in den folgenden Konzerten im Januar 2009, bei denen Jason Kahn und eRikm eingeladen sind, konfrontiert go guitars in einer Arbeitsphase vorab jeden Gast u. a. mit vier speziell entwickelten Kompositionen, die inhaltlich exemplarischen Charakter besitzen. Diese vier Stücke thematisieren die musikalischen Begriffe: Expressivität, Zeit, Struktur und Negation. Jeweils an einem Abend werden die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit präsentiert. Der Zuhörer hat so im Verlauf der Reihe die Möglichkeit, die Unterschiede, vielleicht auch Gemeinsamkeiten der Gäste, in ihren individuell musikalischen Auslegungen wahrzunehmen.

Elliott Sharp zählt seit über dreißig Jahren zu den führenden Musikerpersönlichkeiten der experimentellen New Yorker Improvisationsszene. Er studierte u.a. Physik und Elektronik bei Burton Brody, Komposition bei Morton Feldman, sowie Musikethnologie und Improvisation bei Roswell Rudd. Über 200 Veröffentlichungen demonstrieren sein weit gespanntes musikalisches Spektrum. Die Vielfalt seiner unüberschaubaren Aktivitäten als Multi-Instrumentalist, Komponist und Produzent ist erstaunlich.

Sharp leistete Pionierarbeit, sowohl bei der Anwendung von Kompositionstechniken, die musikalische Verläufe algorithmisch organisieren, als auch auf dem Gebiet des real-time-processing in computerbasierten Improvisationen. Auf WPS1, der Internet Radio Station des Contemporary Art Centers/MoMA NYC moderiert Elliott Sharp seine eigene Sendung "Sonorama".

go guitars führt seit 1997 Werke aus dem Bereich der Neuen Musik auf. In zahlreichen Konzerten brachte das Ensemble Kompositionen u.a. von Zoro Babel/Michael Lentz, John Cage, Tom Johnson, Chico Mello, Josef Anton Riedl, Iris ter Schiphorst und James Tenney zur Aufführung.

Ein Höhepunkt war die Uraufführung des Concerto Grosso „Wachstum“ 2005 mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks im Herkulessaal der Münchner Residenz unter der Leitung von Frank Ollu, das der Komponist Fredrik Zeller go guitars widmete.

Parallel dazu entstand der Wunsch, als Ensemble eine eigene Sprache zu formulieren. Bei diesem anhaltenden Prozess sind die Improvisation und das musikalisch-instrumentale Experiment wichtige Faktoren.

Eintritt 15 EUR, erm. 10 EUR
Karten nur an der Abendkasse
Reservierungen per e-mail: christoph.hoefig at muenchen.de

Live Event!
Donnerstag 20. November 2008, 20 Uhr

PIRX - unschaerferelationen
Marion Wörle & Maciej Sledziecki

Ein dynamisches System, das darauf aus ist mit traditionellem Instrumentarium zu kommunizieren.

Unvermittelt entstehen im Zwielicht der Improvisation Momente von Klarheit, nur um wieder zu zerfallen und Raum zu schaffen für Neues - divergierende Schärfegrade fokussieren fragile Formen, brachiale Klangcollagen und kontrastierende Farben. Marion Wörle (Frau W) spielt Laptop Module - Maciej Sledziecki bearbeitet die Gitarre.

Eintritt frei!

Live Event!
Dienstag, 25. November 2008, 20 Uhr

ad hoc music: The Weird Song Trio
Xu Fengxia (guzheng, sanxian, voice), Joe Fonda (bass, voice), Michael Vatcher (drums)

Liedmaterial aus dem alten China bildet die Basis dieser "bizarren Gesänge" quer über kontinentale Kulturgrenzen. Xu Fengxia aus Shanghai ist klassisch geschulte Musikerin auf traditionellen chinesischen Instrumenten wie der Guzheng oder der hierzulande selten gehörten Sanxian, einer kleinen, mit Schlangenhaut überzogenen Gitarre. Zusammen mit ihrem New Yorker Counterpart Joe Fonda, dessen Wurzeln im Jazz der 70er Jahre liegen, verleitet sie zu merkwürdigen Blickwinkeln auf musikalische Traditionen. Heute in Amsterdam lebend, bildet der Kalifornier Michael Vatcher einen glasklaren Gegenpart in diesem Trio und initiiert durch sein treibendes Schlagzeug unablässig weitere Facetten.

Eintritt: 14 €, erm. 10 €
Veranstalter Offene Ohren e.V.

Live Event!
Donnerstag 04. Dezember 2008, 20 Uhr

ad hoc music: speak easy
Martin Blume (perc), Phil Minton (voice), Ute Wassermann (voice),
Thomas Lehn (analog synthesizer)

Der Perkussionist Martin Blume begibt sich mit seinem Projekt "speak easy" mit Phil Minton und Ute Wassermann auf eine vokale Extremtour. Mintons volltönende Stimme vermag verstörende Geräuschkollagen hervorzubringen, während Ute Wassermanns vielstimmige Vokaltechnik Resonanzphänomene im Raum erzeugt; dazu Blumes differenzierte Perkussion und Thomas Lehns eigenwillige Klänge seines Analogsynthesizers. In dieser Konstellation entsteht eine physische Unmittelbarkeit wie sie nur selten erreicht werden kann. Speak Easy ist eher Organismus als Ensemble, erwachsen aus höchster musikalischer Kompetenz und voller schöpferischer Energie.

Eintritt: 14 €, erm. 10 €
Veranstalter Offene Ohren e.V.

Live Event!
Donnerstag 11. Dezember 2008, 20 Uhr

Zyklisch, Flach, Gewölbt'
Michael Graeve

Ein Orchester aus Plattenspielern integriert in eine Installation aus bemalten Holzplatten: Surroundsound von sich selbst spielenden Plattenspielern und ein bewegtes Tableau aus Farbflächen. Reichhaltige Schichten von Rhythmen und Texturen fallen zusammen und auseinander als Resultat der schlichten Interaktion zwischen der Geste der Hand und dem Prozess der Maschine.

Das aktuelle Programm wird im Internet unter www.t-u-b-e.de und im Fließsatz der Tagespresse veröffentlicht.

Programmänderungen vorbehalten.