Programmvorschau September / Oktober 02
 

Live Event!
Donnerstag, 26. September, 20 Uhr

Saisoneröffnung "virtuos - virtuell"
Einführung von Jörg Stelkens und Ulrich Müller

Bandkonzert
Ausgewählte Produktionen aus dem Elektronischen Studio der TU Berlin
vorgestellt und kommentiert von Folkmar Hein

1954 gründete Fritz Winckel das Studio für Experimentelle Musik an der TU-Berlin, das seit 1974 von Tonmeister Folkmar Hein geleitet wird und sich im Laufe seiner Entwicklung mit seinen
elektronischen- und Computermusikproduktionen einen internationalen Namen erarbeitet hat. So werden seit 1980 jährlich zwischen 12 und 23 große, teilweise mehrkanalige Produktionen durch-geführt. Zusammen mit dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD wird seit 1982 das bekannte Festival für zeitgenössische Musik "INVENTIONEN" durchgeführt. Folkmar Hein stellt in der t-u-b-e vier Mehrkanalproduktionen namhafter Künstler vor, die einen Einblick in die Geschichte und die Arbeit des Studios erlauben.

Orm Finnendahl: Klanginstallationsteil von "Kommen und Gehen" - 2000
Ricardo Mandolinin: "Charly" - 1984
Sukhi Kang: "Stone Lion" - 1990
Robin Minard: "Neues Werk" - 2002

Im Anschluss:
Power Down
Audioperformance von Lou Mallozzi (2001)
Mit Lou Mallozzi, Sandra Binion, Michael Vorfeld und Sebi Tramontana


Power Down ist eine Klangperformance, die ursprünglich für eine live Radiosendung entwickelt wurde. Das Stück basiert auf ineinandergreifgenden Improvisationen und kombiniert gesprochenen Text, den Klang akustischer Instrumente und einen präzisen Mix mit vorbereitetem Tonmaterial. Ein Künstler wird live per Telefonübertragung zugeschaltet. Diese Arbeit bewegt sich weniger line-ar oder erzählend durch die Zeit, sondern ist vielmehr eine Schöpfung von instabilen, wellenförmi-gen Gefügen. Spannung entsteht durch das Aufeinandertreffen live erzeugter Klänge mit bearbei-teten Sounds sowie aus fixierten und fließenden Strukturen.
Lou Mallozzi ist ein international renommierter Audio-Künstler aus Chicago. Er zerstückelt Spra-che, Klänge und Gesten und setzt sie wieder zusammen. Seine Installationen und Performances wurden u. a. im Museum of Contemporary Art (Chicago), Donald Young Gallery (Chicago), Chi-cago Cultural Center, Experimental Intermedia (New York), beim Cleveland Performance Art Festi-val, dem Subtropics Experimental Music Festival (Miami), dem Primavera en la Habana Elec-troacoustic Music Festival (Cuba) und beim Percorsi 98 Festival (Montegrosso d'Asti) aufgeführt. Seine Arbeiten wurden u. a. von New American Radio, Bayrischer Rundfunk, Sender Freies Berlin und ABC Radio (Sydney) gesendet. Er arbeitete u. a. mit Mats Gustafsson, Michael Zerang, Heinz Weber, Terri Kapsalis, Guillermo Gregorion und John Corbett.


Freitag, 27. September bis Mittwoch, 2. Oktober, jeweils 20.30 Uhr

Bandkonzert

Ausgewählte Produktionen aus dem Elektronischen Studio der TU Berlin
Orm Finnendahl: Klanginstallationsteil von "Kommen und Gehen" - 2000
Ricardo Mandolinin: "Charly" - 1984
Sukhi Kang: "Stone Lion" - 1990
Robin Minard: "Neues Werk" - 2002


Live Event!
Donnerstag, 3. Oktober, 20 Uhr

New Urban Plaza Tour
Audio-Performance von Kenneth Atchley und John Bischoff
Im Anschluss:
Hart of Noise: Radioplay
Performance von Mooner Industries & Bülent Kullukcu


Ein historischer Abend in der t-u-b-e: Die kalifornischen Altmeister der Computerklänge John Bi-schoff und Kenneth Atchley touren derzeit mit Ihrer "New Urban Plaza Tour" und treffen auf die Münchener Clubaktivisten Mooner Industries und Bülent Kullukcu.

John Bischoff ist einer der Pioniere der Computermusik, lehrt am "Center for Contemporary Mu-sic - Mills College" in Oakland/USA und hat in den 70er die weltweit erste "Netzwerkband" gegrün-det: "The League" konstruierte zur Klangfindung komplexe digitale Netzwerkverbindungen zwi-schen Musikcomputern. Der in San Francisco lebende Kenneth Atchley hat sich auf "Wassermu-sik" spezialisiert: im virtuosen Duett mit Bischoff werden Wasserfontänen in und aus Mülleimern gepumpt; die so entstehenden Klangkaskaden werden durch Atchleys Audio-Programme gejagt. Atchley´s Arbeiten wurden international in vielen Institutionen und Festivals presenteiert, darunter: Intermedia Arts Foundation, Roulette, Pauline Oliveros Foundation, Cal Arts/ CEAIT Festival, Mills College, San Francisco Electronic Music Festival, The Luggage Store, The LAB, Beyond Baroque, New Langton Arts, the Northern California Noise Festival, Bang On A Can, und Z Festival. Seine Performances und Kompositionen wurden von Ben Azarm und The Hub bei Artifact label veröffent-licht.

Danach übernehmen Mooner Industries und Bülent Kullukcu in Ihrer "Hart of Noise". "Hart of Noise" beschäftigen sich mit Avantgarde; darüber hinaus wird zusammen mit den Besuchern ge-kocht und gegessen mit dem Ziel, ein Kochbuch für Avantgarde-Musiker zu schreiben. Auszüge aus den Kochsessions in Bild und Ton werden ein Teil der Performance, ein zweiter Teil besteht aus einem musikalischen Dinner mit Abgründen. Wir wünschen Guten Appetit!

Mooner Industries ist das Pseudonym eines Künstlers, dessen Projekte ein großes Spektrum temporärer Strömungen der Kultur bearbeiten. Mooner Industries ist wie ein Großkonzern mit vie-len Tochterfirmen. Seine Arbeit umfasst Grafik, Video und Film, Performance, Installation, Happe-nings, Web-art, elektronische Musik und Dj-ing. "Erkrankung durch Musique" ist der Name seines Recordlabels, das sich um zeitgenössische elektronische Musik kümmert. Speziell geht es um Aufgreifung und Verarbeitung von Zitaten der Musikgeschichte der späten 70ger und 80ger Jahre sowie deren Entwicklungen im musikalischen bzw. musiktechnologischen Bereich (Punk, New Wave, Elektro, Industrial) und im Bereich der elektronischen Musik (Drumcomputer, Synthesizer).

Bülent Kullukcu, Komponist, Musiker und Schauspieler, komponierte u. a. für WDR, BR, Prinzre-genten Theater, verschiedene Schauspielhäuser in der BRD, Freie Theater, nationale und interna-tionale Festivals (Donaueschingen), Film und Werbung. Er schuf Soundinstallationen in Bahnhöfen und öffentlichen Gebäuden. Er arbeitete zusammen mit Musikern von La fura del Baus, Einstür-zende Neubauten, Console, Deine Lakaien, Estampie, Zombie Nation, Zoro Babel, Hannes Schanderl. CDs und Vinyls veröffentlichte er auf Labels wie: Payola, Disko B, Stereo Deluxe, Su-perstar Recordings, Intermedium records, Christopherus,Tom Tone.
Als Musiker und Schauspieler arbeitete er für zahlreiche Bühnen wie die Oper Essen, Bay. Staats-schauspiel, Münchner Philharmoniker, Wiener Philharmoniker, Prinzregententheater, Berliner und Hamburger Symphoniker und in der Freien Szene sowie für Filmprojekte z.B mit Emir Kusturica und Florian Gallenberger.

Programm

Kenneth Atchley - electro-acoustic and synthetic fountains
WHITE 5

John Bischoff - computer and electronics
Graviton
Interlude
Aperture
Immaterial States

Mooner Industries und Bülent Kullukcu
Hart of Noise
Weitere Infos auch unter: www.erkrankung.net und www.mooner-industries.de

Freitag, 4. Sonntag, 6. und Dienstag, 8. Oktober, jeweils 20.30 Uhr

Werkschau: Lou Mallozzi
Radiophone Arbeiten, Teil I

"Aquapolis", 8-Kanal-Klanginstallation
"Things in their place"
"Lingua Franca"


Samstag, 5. und Montag, 7. Oktober, jeweils 20.30 Uhr

Werkschau: Lou Mallozzi
Radiophone Arbeiten, Teil II

"Pass"
"Radiophagy"


Live Event!
Mittwoch, 9. Oktober, 20 Uhr (Achtung: nicht am Donnerstag!!!!)

etc - electric tea ceremony
musica est
Audioperformances von Johannes S. Sistermanns
Mit Kazuya Ishigami (Lap Top, Live - Computersampling, Sounds), Nako Michi (Video) und
Johannes S. Sistermanns (Stimme, Teedose, -schale, -wasser, Monochord)


etc - electric tea ceremony
Kazuya Ishigami (Osaka) und Johannes S. Sistermanns (Köln) arbeiten seit 2001 gemeinsam an einer akustischen Form der modernen Teezeremonie.
Japan ist das Land der Getränkeautomaten. Alle 70 Meter werden hier neben gekühlten Getränken warmer grüner Tee in Weißblechdosen angeboten. Bevorzugte Aufstellungsorte der Getränkeau-tomaten sind Fußgängerzonen, Einkaufszentren, Metrostationen und andererseits kaum belebte Straßen kleiner Dörfern in ländlichen Regionen. Sistermanns hat während seines viermonatigen Aufenthalts 2001 in den sozialen Situationen heutigen japanischen Lebens Aufnahmen gemacht, die roh oder klangbearbeitet in 'etc' eingespielt werden. Kazuya Ishigami spielt live gesampelte und vorbereitete Sounds über sein selbstgeschriebenes Computerprogramm mit seinem Laptop ein. Sistermanns gurgelt, zischt, atmet, schlürft warmen Tee aus japanischen Dosen, spielt mit der
Pachinkokugel und mit Teeblechdosen, nutzt sie als Resonanzkörper und spielt klangprozessierte Sounds ein. Das Video von Nako Michi (Kyoto) 'silent tea at teremachi' projiziert Sistermanns Per-formance in Kyotos Einkaufsmeile auf die karge Szene akustischer Teezubereitung.

'musica est'
'musica est' sagt: Musik ist jetzt oder nie. Und macht Musik mit Laptop, Monochord, Rin (Klang-schale), Geigenbogen, Steinen, Metallplättchen, und der immer wieder ins Innere des Holzkorpus rufenden Stimme, die in den 39 auf ein und denselben Ton gestimmten Saiten tiefe Raumresonan-zen erfährt.

Vom 17. bis 22. Oktober sind in einer Werkschau weitere Klangstücke von Johannes s. Sistermanns in der t-u-b-e zu hören.


Live Event!
Vom Hörspiel zum AudioHyperspace
Ein Gang durch die Geschichte der Akustischen Medienkunst
kuratiert und präsentiert von Sabine Breitsameter


Von Anfang an hat das Hörspiel als genuine Kunstform des Radios das technologische, konzeptu-elle und metaphorische Potential seiner Apparatur thematisiert und künstlerisch verarbeitet. Das, was Jahrzehnte später mit dem Begriff Akustische Medienkunst umrissen wurde, hat seine Wur-zeln in den "Audio-Visionen" des damals neuen Mediums Radio, namentlich Prinzipien wie Vernet-zung, Zweiwegkommunikation und Interaktion. Ab 10. Oktober 2002 präsentiert die TUBE In loser Folge eine Reihe von Hörspielen und Tondokumenten aus der Geschichte des Radios, welche die zentralen Aspekte der neuen vernetzten elektroakustischen Räume vorwegnehmen und künstle-risch-radiophon umsetzen.

Donnerstag, 10. Oktober 2002, 20 Uhr
Hörspiel als Netzwerk und als Multi-User-Space
Mit einer Einführung von Sabine Breitsameter

Es mag überraschen: Das erste deutsche Original-Hörspiel, das im Oktober 1924 über den Äther ging, weist unmittelbar den Weg ins heutige Zeitalter der Netzwerke und Datenräume: Die "Zaube-rei auf dem Sender" von Hans Flesch zeigt Hörspiel als Multi-User-Space, und diskutiert humor-voll-ironisch, dessen politische und ästhetische Auswirkungen. Das Hörspiel wird in der t-u-b-e als Remake des Hessischen Rundfunks aus dem Jahre 1974 zu hören sein.
Zum 75. Geburtstag des ersten deutschen Hörspiels produzierte Radio Bremen ein Stück, das die selben Interaktions-Prinzipien, die das erste deutsche Hörspiel zur Debatte stellt, zur Anwendung bringt, allerdings in einer zeitgenössischen Tonsprache. Der britische Audiokünstler Scanner führ-te live seine "New Communication Disorder" im vernetzten Bremer Funkhaus auf.

Parallel dazu soll vorgeführt werden, was neun Monate vor Fleschs Uraufführung in London als vermutlich erstes Hörspiel in der Geschichte des Rundfunks über den Äther ging: Auch "A Come-dy of Danger" von Richard Hughes (Remake: Hessischer Rundfunk 1961) reflektiert die spezifi-schen künstlerischen Möglichkeiten des Mediums Radio, kommt allerdings zu völlig anderen Schlüssen als die deutsche "Zauberei".

Knapp anderthalb Jahrzehnte später, im Oktober 1938, geht in den USA der berüchtigte "War of the Worlds" über den Äther, ein Hörspiel von H.G. Wells: Dieses Stück simulierte ein Radio-Netzwerk und miltärisches Kommando-System mit einer derartigen Perfektion, dass zehntausende von Hörern die fiktiv geschilderte Invasion der Mars-Menschen als wahr auffassten und landesweit Massenpaniken ausbrachen.

Zu diesen Hörspielen werden aus dem deutschen Rundfunkarchiv radiophone Tondokumente aus der Nazi-Zeit vorgeführt, in welchen die ästhetisch-innovative Anwendung des Netzwerk-Prinzips die propagandistische Absicht der Sendungen unterstützt oder überhaupt erst möglich macht.

Die Hörspiele und Tondokumente sind darüber hinaus in der Zeit vom 11. bis 16. Oktober in der t-u-b-e zu hören.




Donnerstag, 17. Oktober, 20.30 Uhr

Werkschau: Johannes S. Sistermanns
Klangstücke


- Just And Thongs, 1997
Autorenproduktion
Karl-Sczucka-Förderpreis SWR Baden-Baden 1998

- Auf Blau zugehen, 1995
Autorenproduktion

- Paris drinnen, 1992
Produktion: WDR Studio Akustische Kunst, Köln


Freitag, 18. Oktober, 20.30 Uhr

Werkschau: Johannes S. Sistermanns
Klangstücke

- Einen Weg gehen, 1983
Produktion: DLF Köln / WDR Studio Akustische Kunst, Köln

- Xix Mikado, 1998
Produktion: SR Saarländischer Rundfunk, Saarbrücken

- jo takeshi ma, 2002
Autorenproduktion


Samstag, 19. Oktober, 20.30 Uhr

Werkschau: Johannes S. Sistermanns
Klangstücke


- A l'intérieur de la vue, 2000
Produktion: SR Saarländischer Rundfunk, Saarbrücken
Auftragswerk des 'Kulturprogramms im Deutschen Pavillon - EXPO 2000 Hannover.
Während des Hörstücks wird ein Videomitschnitt von K. Hammerschmidt von der Generalprobe vor der Uraufführung auf der EXPO 2000 abgespielt.

- Xix Mikado,
Produktion: SR Saarländischer Rundfunk, Saarbrücken




Sonntag, 20. Oktober, 20.30 Uhr

Werkschau: Johannes S. Sistermanns
Klangstücke


- A l'intérieur de la vue, 2000
Produktion: SR Saarländischer Rundfunk, Saarbrücken
Auftragswerk des 'Kulturprogramms im Deutschen Pavillon - EXPO 2000 Hannover.

- Just And Thongs, 1997
Autorenprod. 1997
Karl-Sczucka-Förderpreis SWR Baden-Baden 1998


Montag, 21. Oktober, 20.30 Uhr

Werkschau: Johannes S. Sistermanns
Klangstücke


- Der Siebente Satz, 1988
Produktion: SWR Baden-Baden

- 273 (4'33 von John Cage wird 50) 2002
Produktion: Radio Bremen

- jo takeshi ma, 2002
Autorenproduktion

- K-JS 9105, 2000
Autorenproduktion

- Auf Blau zugehen, 1995
Autorenproduktion


Dienstag, 22. Oktober, 20.30 Uhr

Werkschau: Johannes S. Sistermanns
Klangstücke


- raumhören 3, 1996
Produktion: SR Saarländischer Rundfunk, Saarbrücken

- I hear you think, 1997
Produktion: SR Saarländischer Rundfunk, Saarbrücken / WDR Studio Akustische Kunst, Köln



Donnerstag, 24. Oktober 2002, 20 Uhr

Werkschau: Johanna Jellici


Interdisziplinarität und die Suche nach Schnittstellen sind Schlüsselbegriffe für das Schaffen von Johanna Jellici. Und dies in einem sehr umfassenden Sinne, denn es ist hier keineswegs nur das Aufeinandertreffen von Ansätzen gemeint sondern ebenso der Versuch, das gesamte Spektrum musikalischer Aussagemöglichkeiten und damit verbundener Techniken auszuschreiten und aus einem sehr individuellen Blickwinkel heraus jeweils neu in Bezug zueinander zu setzen.
So finden sich ebenso Anklänge an die Musik der Tradition, wie Stilelemente, die der Popkultur zuzuschreiben sind. Es kommen ebenso akustische Instrumente zum Einsatz, wie neueste Metho-den elektronischer Klangerzeugung - oft steht die Stimme im Mittelpunkt.
Und schließlich löst Johanna Jellici auf sehr eigene Weise auch die überkommenen Genregrenzen auf, indem sie in ihren Arbeiten gleichermaßen konzertante Ansätze verfolgt wie sie diese zugleich auch in die Formen der Klang-installation und des Environments überführt.

-Triptychon I
4-Kanal Klangstück
"Weil"
"Can the clouds hear me"
"Frozen embraces"

-Triptychon II
4-Kanal Klangstück
"Distance"
"Nature"
"Transparency"

- Zwischen Hier und Jetzt
4-Kanal Zuspielband und ein Cellist
mit Johanna Jellici und Christoph Schenker (cello)
"Zwischen Hier und Jetzt" ist ein Aufeinandertreffen verschiedener Elemente. Ein klassisches In-strument - das Cello - begegnet seinem Widerhall - dem elektronischen Zuspielband. Oder wird das Cello zum Widerhall der Elektronik? "Zwischen Hier und Jetzt" ist das Nichts und das Alles. In einer Zeit, in der Betrug und Wahrhaftigkeit so nah beieinander stehen, fällt es schwer einen Weg zu finden, der uns als Individuen durch den Sumpf unserer Zeit tragen könnte. Zwischen Spenden-konto und Egomanie, zwischen "weil ich es mir wert bin" und Zen Buddhismus im Fernsehen, zwi-schen Techno mit Hirn und Klassik viel zu oft ohne, zwischen Liebe und Hass, Erfolg und Versa-gen, zwischen Mut und Angst.

Die Klangstücke Triptychon I und Triptychon II sind außerdem von Freitag, 25. bis Dienstag 29. Oktober, jeweils 20.30 Uhr, in der t-u-b-e zu hören.



Vorankündigung:
Donnerstag, 31. Oktober bis Samstag 2. November, jeweils 20.30 Uhr


digitalanalog 2: durch klang und raum


digitalanalog, gedacht als Werkschau etablierter und weniger etablierter Musiker, Autoren und Vi-deokünstler, möchte diesmal zwischen verwandten Sparten der E-Musik und der elektronischen Musik eine Brücke schlagen und Berührungspunkte aufdecken. Kompositionen der neuen Musik treffen auf kreative Ergebnisse innovativer Elektroniklabels, Videokünstler und Autoren. Der hohe Anteil einheimischer Künstler zeigt, dass Münchens Szene lebt. Die t-u-b-e im EINSTEIN wird für drei Tage digitalanalog um zwei Räume erweitert. Das Programm wird in Kürze veröffentlicht.


Der Eintritt zu den Veranstaltungen in der t-u-b-e ist frei
Das aktuelle Programm wird im Internet unter www.t-u-b-e.de und im Fließsatz der Tagespresse veröffentlicht.

Programmänderungen vorbehalten.