Rauschen Schwelle Selbst

Live Event!
Donnerstag, 21.02.2008, 20 Uhr

Barbara Thun und Marko Kosnik
Operabil Memotopia

...zu lernen, die Bewegung des Klanges durch den Körper zu synchronisieren und dabei unentwegt die Bilder am Laufen zu halten ....

Eine Koproduktion des Egon March Institute, Ljubljana, mit Tube, München, und Kibla, Maribor, für die Exposition of New Music in Brno 2008.

Live Event!
Donnerstag, 13.03.2008, 20 Uhr

Werner Bleisteiner
Sounds von `68

Eine HyperCollage von Revolution #9 (Beatles) zur Sinfonia (Berio) und zurück.

Die erste Mehrkanal-Feature-Sendung des Bayerischen Runfunks vor der Ausstrahlung in Bayern 4 Klassik (27. März 2008 um 21:03) als exklusives öffentliches Prelistening in der t-u-b-e.
von Werner Bleisteiner/München

Live Event!
Donnerstag, 08.05.2008, 20 Uhr

Toxic Skies Orchestra
Owning the weather

Eivind Aarset (Oslo) - e-git, electronics
Werner Cee (Friedberg/Hessen) - e-chin, e-bass, electronics

Vielgestaltig sind die Klangwelten, die der Klangkünstler Werner Cee (Gießen) und der Ausnahmegitarrist Eivind Aarset (Oslo) ihren Hörern eröffnen. Das Erzeugen von Atmosphären und deren Transformation und Mutation sind Wesensmerkmale ihrer musikalischen Sprache, in der sie auf ein breit gefächertes Spektrum von künstlerischen Ausdrucksmitteln und ein entsprechend differenziertes Instrumentarium zurückgreifen. Eivind Aarset mit extended E-Gitarre und Laptop, Werner Cee mit Live-Elektronik, E-Bass und seiner E-Ch´in (dem elektrifizierten ciniesischen Zupfinstrument).

"Owning the weather by 2025" heißt ein vor einigen Jahren veröffentlichtes Programm der US-Armee. Ganz unterschiedliche Interessengruppen suchen nach einer Möglichkeit, über einen der letzten unberechenbaren Parameter unseres Lebensraums zu bestimmen: das Wetter. Dieser Wunsch ist alt und immer noch aktuell. Der schamanische Regenmacher hat sich längst weitergebildet und erfindet im Dienste der Militärs High-Tech-Waffen für modernen Weather warfare. Texte zum Thema treffen auf akustische Ambient-Manipulationen, Drones, klingende Chemtrails, schillernde Atmosphären, bizarre Soundscapes und tosende Klangkaskaden. Das Toxic Sky Orchestra experimentiert mit akustischen Reagenzien; die Ergebnisse reichen vom psychedelisch traumverlorenen Sonnenuntergang bis hin zum apokalyptisch dröhnenden Unwetter.

Werner Cee begann seine künstlerische Laufbahn mit dem Studium der Malerei an der Frankfurter Städelschule. Seit den achtziger Jahren folgten Experimente im gattungsübergreifenden Medienkunstbereich. Sein derzeitiger Schwerpunkt liegt auf elektroakustischen Kompositionen und Ars-Acoustica-Produktionen für den Rundfunk sowie Live-Hörspielen und musiktheatralischen Inszenierungen. Werner Cee lebt in Gießen und ist Preisträger des Deutschen Klangkunst-Preises 2006.

Eivind Aarset ist einer der gefragtesten Gitarristen der norwegischen Jazzszene. Bekannt geworden ist er vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Nils Petter Molvaer. Er spielte auf mittlerweile über 150 Cd´s mit Musikern wie Mike Manieri, Rebekka Baken oder Ray Charles. Im Toxic Skies Orchestra und ebenso in seiner Soloarbeit bewegt er sich jedoch auf experimentellerem Terrain und erweitert dabei sein virtuoses Gitarrenspiel mit den Möglichkeiten des computergestützten Soundprocessings.

Eivind Aarset:  http://www.jazzlandrec.com/jazzland-artists/eivind-aarset.html
Werner Cee: http://on1.zkm.de/zkm/artists/Cee

... Eingriffe in Atmosphären, vom vom psychedelisch traumverlorenen Sonnenuntergang bis hin zum apokalyptisch dröhnenden Unwetter ...

Live Event!
Samstag,31.052008, 20 Uhr

Tocar (Klanginstallation)
Lange Nacht der Musik Spezial

Julius Stahl - Installation (Berlin)
Burkhard Beins - Klangmaterial (Berlin)

... berührbare klänge ...

Die Konzertinstallation Tocar leitet sich aus einer gleichnamigen Komposition für Perkussion und Zuspiel ab, dass beim Festival Klangwerkstatt Berlin 2006 uraufgeführt wurde.

Für die Konzertinstallation wurde das vom Perkussionisten Burkhard Beins zuvor eingespielte Klangmaterial neu arrangiert. Die Klänge werden dabei über eine im Aufführungsraum aufgebaute Matrix von Podesten wiedergegeben, die mittels Körperschallerregern zum Schwingen gebracht wird.

Das Klangmaterial wurde durch unterschiedliche Präparationen der Instrumente gewonnen.
Durch den zum Teil sehr unkonventionellen Gebrauch der Instrumente entsteht dadurch oftmals der Eindruck elektronischer erzeugter Klänge.

Über die schwingenden Podeste werden die Klänge der Komposition nicht nur hörbar, sondern auch berührbar gemacht.

Die Besucher sind eingeladen auf den Podesten der Klangmatrix Platz zu nehmen und so eine von ihrer Position in der Matrix abhängige hör- und fühlbare Erfahrung der Komposition erleben.

Julius Stahl - *1978 in Herdecke, lebt seit 1999 in Berlin. Neben der Komposition instrumentaler und elektroakustischer Musik widmet er sich zunehmend dem Bereich der Klanginstallation und der Entwicklung einer auditiven Architektur. Zudem ist er tätig als Kurator für Konzert- und Filmprogramme. Aufführungsorte seiner Arbeiten waren unter anderem: Globusklänge-Nürnberg, Podewil/Tesla-Berlin, ZKM-Karlsruhe, Klangwerkstatt-Berlin, Inventionen-Berlin; Weitere Informationen unter: www.juliusstahl.de

Burkhard Beins - *1964 in Niedersachsen, lebt seit 1996 in Berlin. Als Composer/Performer benutzt er neben Perkussionsinstrumenten diverse Klangobjekte und - Materialien im Kontext zeitgenössischer Musikformen. Seit Ende der 1980er Jahre internationale Festivals, Konzerte und Tourneen in Europa und Nordamerika. Mitglied diverser Ensembles wie Perlonex, Activity Center, Polwechsel, The Sealed Knot, Phosphor, Trio Sowari. Weitere Informationen unter: www.burkhardbeins.de

Live Event!
Donnerstag, 12.06.2008, 20 Uhr

Hörschwelle

Alan Fabian (München) - Komposition,Programmierung
Thomas Frey (Wien) - Flöte
Christoph Seibert (Karlsruhe) – Klangregie, Programmierung

Das Nichts Erfassen – Ein klanglicher Grenzversuch am Rande der Wahrnehmung.

Kompositionen von Karl-Heinz Stockhausen, Clarence Barlow, Siegfried Koepf, Thomas Licata , Alan Fabian

Ein Flötist, ein Klangregisseur und ein Komponist - drei Musiker, die sich 2004 anlässlich einer Einladung der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt formiert haben und u.a. im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe und im Institut für Elektronische Musik und Akustik (IEM) in Graz konzertierten - inszenieren in und mit der t-u-b-e instrumental-elektroakustisch-live Musik.

Thomas Frey, geboren 1977 in Wien, absolvierte sein Flötenstudium am Brucknerkonservatorium Linz (Anton Bruckner Privat Universität) bei Norbert Girlinger mit abschließendem Diplom 2003 (Auszeichnung). Seitdem vertieft er seine Studien bei Wolfgang Schulz. Des Weiteren besuchte Thomas Frey Kurse bei Robert Aitken, Walter Auer, Pierre-Yves Artaud, Erwin Klambauer, Ernst Kovacic, Matthias Ziegler und nahm an der Internationalen Ensemble Modern Akademie 2004 (Klangspuren Schwaz) teil. Beim Wettbewerb "das Podium 2001" konnte er einen ersten Preis in der Kategorie Solisten erspielen und war Preisträger beim Wettbewerb "gradus ad parnassum" 2004 mit dem Trio kerschbaumer/frey/kronsteiner in der Kategorie Holzbläserkammermusik. Insbesondere die Beschäftigung mit zeitgenössischer Kammermusik führten Thomas Frey auch zu Festivals wie den Bregenzer Festspielen 05 (ensemble danube.2135) und Wien Modern 05 (Duo Lehner/Frey).

Christoph Seibert wurde 1979 in Heidelberg geboren. 1999-2001 Studium der Musikwissenschaft in Heidelberg und Unterricht in Klavier und Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. 2001-2007 Studium der Ton- und Bildtechnik am Institut Fuer Musik Und Medien der Robert-Schumann-Hochschule und an der Fachhochschule in Düsseldorf. 2004 war er Stipendiat der Internationalen Ensemble Modern Akademie. Als Klangregisseur realisierte u.a. Werken von Karlheinz Stockhausen, Gérard Grisey, George Crumb, Magnus Lindberg, Kaija Saariaho, Alan Fabian, Hannes Seidl, Steingrimur Rohloff, u.a. für das Ensemble Modern in Zusammenarbeit mit dem IRCAM, die Düsseldorfer Symphoniker, das WDR Sinfonieorchester, das Ensemble S und das notabu.ensemble neue musik. 2005 Realisation von Karlheinz Stockhausens “SOLO” am ZKM Karlsruhe. 2006 Klanginstallation für das Musiktheater “Die Schönheit der Schatten” von Werner Schroeter in der Kunsthalle Düsseldorf. Neben der Arbeit mit Computermusik und Live-Elektronik beschäftigt er sich vor allem in Videoarbeiten mit der dramaturgischen Verknüpfung verschiedener Medien. So entstanden 2005 „rumgammeln warten“, Musikfilm mit dem Ensemble Aventure und Musik von Helmut Oehring, 2007 „genvid:3gestalten“, Videoinstallation zu Alan Fabians „2ème Objet Rotatoire“. Seine Installation „QUARTETT“, die in Zusammenarbeit mit dem Kuss-Quartett entstand, wurde 2007 auf dem Beethovenfest Bonn und dem Internationalen Fernsehforum Fuer Musik in Bremen präsentiert. Zur Zeit ist Christoph Seibert wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Musikwissenschaft und Musikinformatik der Hochschule für Musik Karlsruhe und promoviert bei Prof. Dr. Thomas A. Troge. Als Aushilfe beim Klangforum Wien konnte Thomas Frey unter anderem an Projekten anlässlich der Salzburger Festspiele 06/07, der Ruhrtriennale 07, der Biennale di Venezia 06, Wien Modern 05/06 und des Festivals Territory Moskau 06 mitwirken.

Alan Fabian, geboren 1973 in Köln, studierte Komposition an der Musikhochschule Würzburg bei Heinz Winbeck, Computer Music am Institut für Sonologie in Den Haag bei Paul Berg und Clarence Barlow, sowie als Stipendiat des DAAD am IRCAM in Paris, und Elektronische Komposition an der Musikhochschule Köln bei Hans Ulrich Humpert. Er erhielt den 1. Preis beim Deutschen Hochschulwettbewerb (1998), sowie Stipendien der Internationalen Ensemble Modern Akademie (2004), dem Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR Freiburg (2003/04) und dem Dresdner Zentrum für zeitgenössische Musik (2003/04). Zur Zeit arbeitet er als Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung an der Musikhochschule Köln als Doktorand im Fach Musik- und Medienwissenschaft an einer Dissertation im Themenbereich 'Algorithmische Komposition' bei Annette Kreutziger-Herr. Er setzt sich in Köln als Vorstandsmitglied der Initiative Musik und Informatik Köln (Gimik e.V.) für die Computer Music ein.

Homepage: Alan Fabian

Live Event!
Donnerstag, 26.06.2008, 20 Uhr

OpenPlug

Der Stecker zur Welt: Sich einloggen in den weltweiten t-u-b-e Jam!
Dabeisein! Live in der t-u-b-e oder via Internet.

Die in den letzen Jahren vom t-u-b-e Team entwickelte und vorgestellte t-u-b-e-Plug Software dient dem vernetzten und ortsunbezogenen Zusammenspiel zwischen Musikschaffenden. Die Software wird als VST- oder AU-Plugin innerhalb gängiger Sequenzer- oder Musiksoftware (PC oder Mac) eingeklinkt. Das durch die Kunstschaffenden angebotene gespeicherte, generierte oder live eingespielte Klangmaterial kann interaktiv frei verschaltet werden. Zeitparalleles, ortsungebundenes und mehrkanaliges Musikschaffen und Veranstalten wird so möglich. Auf diese Weise wurden bereits im letzten Jahr von der t-u-b-e Internetkonzerte in verschiedenen Orts- und Musikerkonstellationen veranstaltet.

Im Gegensatz zu diesen, nur für einen ausgewählten und geschlossenen Musikerkreis konzipierten Konzerten wird "Open Plug" die virtuellen Tore für jeden Klang- und Musikinteressierten öffnen: öffentlich und weltweit laden wir zu einem gemeinsamen musikalischen Internet-Event ein. Eine einfache Kurzanleitung, ein paar "Zusammenspielregeln" und die zur Teilnahme nötige Freeware werden unter www.t-u-b-e.de/openplug.htm zur Verfügung gestellt.

In der t-u-b-e selber sind Publikum und Mitspieler gerne willkommen: Wenn Sie wollen, bringen Sie gerne Ihr Laptop und einen Kopfhörer mit - ein freies WLAN ermöglicht den Zugang zum Internet und somit das interaktive Mitspielen. Bei der Software-Einrichtung wird natürlich auch vor Ort Unterstützung geboten - kommen Sie ruhig etwas früher, wir sind ab 19:00 Uhr für Sie da!

Infos und Download hier!

Live Event!
Donnerstag, 24.07.2008, 20 Uhr

voices of spirituality

Peter Kiefer (Aachen)
Acharya Lama Sönam Rabgye (Resident Lama des Kamalashila Institutes Langenfeld)

Wo lassen sich Klänge finden, denen eine immanente Bedeutung zugeschrieben werden? Eine akustische Expedition mit Peter Kiefer und Acharya Lama Sönam Rabgye.


Mit dem Projekt werden auch für die Klanggalerie ungewohnte Klänge ertönen: Schwerpunkt des Abends ist der 7-kanalige Livemix der Komposition "voices of spirituality MC", welcher aus über 40 Stunden Aufnahmen aus dem nordindischen Dharamsala - dem Sitz H.H. Dalai Lama - entstanden ist.

Es ist ein Hörstück, welches authentische Klangwelten wie in einer Expedition zu erforschen sucht: welche Klänge erhalten wodurch ihre Bedeutung? Diese Frage ist der Ausgangspunkt einer Suche nach Sinn und Hintergrund, die den Klangkünstler und Komponisten Peter Kiefer bis in die Ausläufer des Himalaya führte. Peter Kiefer: "Durchaus auch im Kontext einer Entpersonalisierung des kreativen Prozesses im Sinne von John Cage stellte ich mir die Frage, wo sich Klänge finden lassen, denen eine immanente Bedeutung zugeschrieben wird. Fündig wurde ich vor allem in der Welt des tibetischen Buddhismus, die ja durch ihre ungeheuer detailreiche Ikonographie der Tankamalerei bekannt ist. In den ebenso faszinierenden Klangwelten der tibetischen Zeremonien, die von ritualisierten Klängen der Glocken, Zimbeln, Schädeltrommeln und Langhörnern und nicht von geistlicher Musik im abendländischen Sinne begleitet werden, stellte ich meine Mikrophone auf. Ich interviewte hochstehende Lamas und reiste zur tibetischen Neujahresfeier und dem Gebetsfestival Monlam nach McLeodGanj, dem Exilsitz S.H. Dalai Lama in Nordindien. 'voices of spirituality' ist auch der Versuch einer Orientierung zwischen tiefkehligen Mönchsgesängen, Mantrarezitationen, philosophischen Vorträgen, hektisch indischer Geschäftigkeit und tiefsinnigen Lamas; der Zwischenbericht einer Suche nach dem Wesen dieser Klangwelt."

Ein Teil der Aufnahmen wurde für eine Produktion im Auftrag des Studio Akustische Kunst des WDR verwendet, welche in 2007 gesendet wurde.


Eingeleitet wird der Abend von tibetischen Ritualgesängen, die Lama Sönam live und ohne Elektronik vortragen wird. U.a. ein Chöd-Ritual, welches ursprünglich mit einer Handtrommel aus 2 Schädelhälften begleitet wird und Daikini-Gesänge.
Dies ist eine seltene Gelegenheit, diese Klänge außerhalb eines Klosters zu hören. Dabei geht es weniger um das buddhistische Ritual an sich, als um die Intensität der Klänge, die in ihrer Authentizität und Einfachheit eine ganz eigene Faszination entwickeln. Es sind Melodien, die ihre eigene Bedeutung und Sinn haben - jenseits ästhetisierter Kunstvorstellungen der westlichen Welt.

Programm:

Daikini-Gesang und Chöd-Ritutal (Kurszfassung) - Lama Sönam, Stimme (ca 20 min)
voices of spirituality MC - Peter Kiefer - Livemix (ca. 50 min)

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum offenen Austausch und Gespräch mit dem Lama und dem Komponisten.

www.peter-kiefer.de
www.klankunst.de
Acharya Lama Sönam Rabgye

Das aktuelle Programm wird im Internet unter www.t-u-b-e.de und im Fließsatz der Tagespresse veröffentlicht.

Programmänderungen vorbehalten.