Programmvorschau Januar/Februar/März 01

Live Event!

Donnerstag, 18. Januar 2001

Auftakt der Saison Rituale
20 Uhr
"Rituale"
Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Winko
21 Uhr
"Schnitt"
Audio-Performance von und mit Frank Niehusmann
Frank Niehusmann sammelt seit Jahren Klänge und Geräusche unterschiedlichster Art. In seinem neuesten Konzertprojekt sind Aus-Schnitte dieses Klang-Archivs zu hören. Als Instrumente dienen dabei zwei Tonbandmaschinen: ein herkömmliches Tonband mit vorbereiteten Klängen, Tönen und Geräuschen - und eine 8-Spur-Maschine, auf der eine Tonbandschleife kreist. Wie ein DJ mixt Niehusmann Schnitte, Fragmente und Passagen in den Kreislauf der 8-Spur-Schleife, wodurch ein dichtes, rhythmisches Geflecht von bislang selten gehörten Klang-Schnitten und Geräusch-Kombinationen entsteht. Der Original-Sound der Trommler auf dem Markt von Marrakesch steht dabei gleichberechtigt neben dem Basston der Bochumer Präzisionsfräse und synthetischen Frequenzmodulationen (... und Dudelsackspielern, Delfinen, lachenden Kleinkindern, Regentropfen, Dieselmotoren und und und ...).
Minimaler technischer Aufwand (zwei Tonbandgeräte, ein paar Kabel, Lautsprecher). Man sieht: Niehusmanns Hände fliegen über die Tasten der Maschinen: vorwärts, rückwärts, start, stop, play, Schleifenwechsel, play. Ein Szenarium, das immer wieder zwischen virtuoser Maschinensteuerung und ritueller Handlung wechselt.
Die Performance wird dokumentiert und ist als „Nachklang“ in der t-u-b-e vom 20. bis 23. Januar 2001, jeweils um 20.30 Uhr, zu hören.
 

Live Event!

Donnerstag, 25. Januar 2001, 20.00 Uhr

"Reise, Toter."
Lesung, Klangperformance, Hörspiel
von und mit Durs Grünbein, Ulrike Haage, Alex Hacke und Frank Glaubrecht
Das Leben dauert einen Nachruf lang, und wenn es gut ging, war es eine Reise. Dieses Motto ha-ben die Musikerin Ulrike Haage und der Lyriker Durs Grünbein für ihre gemeinsame Arbeit ge-wählt, eine Hörspielkomposition aus lauter Miniaturdramen, in denen ungewöhnliche, so komische wie tragische Todesfälle erzählt werden.
Durs Grünbein liest aus seinen Arbeiten. Ulrike Haages Klangperformance präsentiert live Stim-men und Musik in einer Materialcollage zu ihrer jüngsten Hörspielarbeit. Mit: Ulrike Haage, u.a.
Moderation: Barbara Schäfer, Bayerischer Rundfunk
Veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk, Abteilung Hörspiel und Medien-kunst.

Vom 26. bis 31. Januar 2001 präsentiert die t-u-b-e eine Werkschau mit Hörspielen von Ulrike Haage
 

Freitag, 26. und Samstag 27. Januar 2001
jeweils 20.30 Uhr

"Reise, Toter."
Hörspiel von Durs Grünbein und Ulrike Haage
BR Hörspiel und Medienkunst/hr 2001
mit Meret Becker, Judith Engel, Frank Glaubrecht, Hanns Zischler, David Greiner,
Phil Minton, Hideki Ikigami
Das Leben dauert einen Nachruf lang, und wenn es gut ging, war es eine Reise. Geschliffene Epigramme wechseln mit Nachrufen aus einer fernen Gegenwart. Dazwischen sucht eine Stimme nach Halt, indem sie zum Anfang zurückzielt, in die früheste Kindheit. "Unklar, weshalb.../ Sie alle machen sich aus dem Staub/ Irgendwann." So, ohne Vorwarnung und wie aus anonymer Quelle, hebt ein Memento mori an. Wenig später findet sich der Hörer mitten in ein Berliner Zimmer versetzt, wo ein Toter dreizehn Wochen vor seinem Fernsehgerät hockte, bevor Nachbarn die Leiche entdeckten. "Bin gleich zurück", die lapidare Schlusszeile eines Epitaphs spielt mit dem Unbekannten, dem Überraschenden, Paradoxen, das dem Tod anhaftet. Kein Wunder, dass in manchen Kulturen das Gelächter die Trauerklage ersetzt.
"Erschrockener Hörer, dies ist alles andere als eine Folge bloßer Abgesänge. Denn wie im Märchen will das Fürchten erlernt sein. Eines Tages vielleicht kehrt es als Stimme wieder, als intime Erinnerung, und besänftigt den Malstrom der reißenden Zeit" (Grünbein/Haage).

 

Sonntag, 28. Januar 2001, 20.30 Uhr

"Bei unserer Lebensweise ist es sehr angenehm, lange im voraus zu einer Party eingeladen zu werden"
Hörspiel von Jane Bowles, Katharina Franck und Ulrike Haage
BR Hörspiel und Medienkunst 1999
mit Tatja Seibt, Judith Engel, Katharina Franck
Katharina Franck verknüpft Auszüge aus Briefen der amerikanischen Schriftstellerin Jane Bowles mit Bruchstücken ihres Lebens. Eigene Texte Francks, die eine ausgedachte Korrespondenz zwischen "meiner Jane, einer anderen und mir" bilden weitere Spuren des Hörspiels.
Die Musik von Ulrike Haage verweist mit Zitaten aus dem Jazz, der marokkanischen Musik und mit filmmusikartigen Kompositionen auf die Zeit, in der Jane Bowles geschrieben hat, und auf die Orte, an denen sie schrieb. Sie nimmt sich einzelne Sätze und Worte, um sie auf einer anderen Ebene fortzuführen, und schließlich wieder aus dem labyrinthischen Gedankengängen der Briefe der beiden Autorinnen herauszuführen - zurück zu der Einfachheit und Klarheit, die dieser Verquickung von Leben und Schreiben unterliegt.
Jane Auer Bowles wurde am 22. Februar 1917 in New York geboren. Sie starb am 4. Mai 1973 im spanischen Málaga, in der Clínica de Los Angeles. In der Zeit dazwischen war sie Schriftstellerin und Reisende: Mexico und Vermont und Florida, Connecticut und Paris, Tanger, Ceylon, Lissabon, New York, von Tanger nach Málaga und zurück von Tanger nach Málaga und goodbye.

 
Montag, 29. Januar 2001, 20.30 Uhr

"7 Dances of the Holy Ghost"
Hörspiel von Andreas Ammer und Ulrike Haage
BR Hörspiel und Medienkunst 1998
mit Ben Becker, Katharina Franck und Knabenchor
Eine Radiooper, die die heilige Rede mit den Mitteln von Musik, Trommel und Bass (Drum 'n' Bass) rekonstruiert. Denn wenn heute noch etwas den Planeten im Glauben vereint, dann ist das - jenseits der Live-Konferenzschaltung quer um den Globus - allein der Viervierteltakt.
Heilige werden angesprochen, wie das Radio selbst spricht: "Du geistige Rose - Erhör uns!"
Worauf hören aber Jungfrauen? Was strahlt 'Eternal Radio', die Radiostation des Herrn, eigentlich aus? Ist Gott Welle, Teilchen oder Klang? Eine Weile lang sprach er, wenn es nötig wurde, wenigstens noch in Rätseln - via seinen Lautsprecher, den Heiligen Geist. Dieser allerdings redete - wie es in den alten Schriften heißt - vornehmlich "in Zungen", mithin reichlich unverständlich und vornehmlich mit anderen Heiligen. Seit Begegnungen mit dem Heiligen Geist immer seltener geworden sind, tritt - wenn Heiliges beschworen werden soll - die Musik in ihr ureigenstes Recht.

 

Dienstag, 30. Januar 2001, 20.30 Uhr

"GOTO"
Hörspiel von und mit Ulrike Haage, Phil Minton und FM Einheit
Die CD als Bühne im Beckettlicht, auf der ein charmanter Trunkenbold, ein besessener Klangwerker und eine sehr ernsthafte Dame mit Lust und Leidenschaft ihrem Wahnsinn folgen.

 

Mittwoch, 31. Januar 2001, 20.30 Uhr

"Hunger"
Hörspiel von Katharina Franck und Ulrike Haage
mit Katharina Franck
CD Sans Soleil
Katharina Francks erste Arbeit mit deutschen, eigenen Texten in einer Komposition von Ulrike Haage.
Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschmelzen, autobiographische Zwischentöne offenbaren sich für kurze Momente, spielen mit Assoziationen, schneiden sich die Luft ab und setzen unverhofft Zäsuren.
Ein Maximum an musikalischen Ideen gibt es zu entdecken, Rhythmen, schräge Sounds, verfremdete Stimmungen und Stimmen. Sie verarbeiten die Assoziationen, die der Text suggeriert und werfen eigene aufs Tablett.

 

Live Event!

Donnerstag, 8. Februar 2001, 20.00 Uhr

Klarenz Barlow -Computermusik und radiophone Kunst
Podiumsgespräch mit Klangbeispielen
Klarenz Barlow wurde 1945 in die englischsprachige Minderheit Kalkuttas geboren. Von 1968 bis 1972 studierte er Komposition u a. bei Bernd Alois Zimmermann, Karlheinz Stockhausen und Mauricio Kagel. Seit 1971 ist sein Arbeitsschwerpunkt die Computermusik. Klarenz Barlow war von 1982 bis 1994 bei den "Internationalen Ferienkursen für Neue Musik" in Darmstadt zuständig für Computermusik. Seit 1984 ist er Dozent an der Musikhochschule Köln. Von 1990 bis 1994 leitete er das Institut für Sonologie am königlichen Konservatorium in Den Haag, wo er seit 1994 eine Professur für Computermusik und Sonologie hat.
Im Rahmen des Gespräches wird Klarenz Barlow genauer auf sein Hörstück CCU eingehen, das vom 9. bis 13. Februar 2001 in der t-u-b-e zu hören sein wird. Von seinem aktuellen Projekt Zero Crossing wird Barlow ebenfalls berichten. Im Gegensatz zu CCU, wo in der selben Stadt zu verschiedenen Uhrzeiten Aufnahmen gemacht wurden, wurde das Klangmaterial von Zero Crossing bei einer Weltreise 1999/2000 an 80 verschiedenen Orten auf der Welt, jedoch zur selben Sternenuhrzeit aufgenommen. Die Reise führte Klarenz Barlow über die Britischen Inseln, Nordamerika, Südpazifik, Australien, Indonesien, Thailand und Bengalen wieder zurück nach Köln. Die 80 Aufnahmen werden zur Zeit noch bearbeitet, wobei sich jeweils alle 30 Sekunden der Schwerpunkt von einer Aufnahme zur nächsten verschiebt. Wie auch CCU ist Zero Crossing ein Auftragswerk des WDR (Redaktion: Klaus Schöning).
 

9. bis 13 Februar 2001, jeweils 20.30 Uhr

CCU
Hörstück von Klarenz Barlow
Im Winter 1977/78 verbrachte Klarenz Barlow 3 Monate in Kalkutta und nahm dort unter bestimmten Gesichtspunkten an 60 verschiednen Plätzen in der Stadt 20 Stunden Material auf. Die Themen rangierten von Kultur über Religion zu Alltagssituationen. Für die Platzierung der Ausschnitte aus den Aufnahmen innerhalb des 48 minütigen Stücks war die genaue Uhrzeit der jeweiligen Aufnahme bestimmend. Das Stück beginnt mit einer Aufnahme um 13 Uhr 45 und durchläuft dann einen Tag. Dabei wurde die Dramaturgie der Komposition durch den zeitlichen Verlauf des Alltags in Kalkutta bestimmt: Das Stück wurde 1980 im Auftrag von Klaus Schöning im WDR erstellt und läutete die "Metropolis"-Reihe ein.
 

Live Event!

Donnerstag, 15. Februar 2001, 20.00 Uhr

Walter Siegfried
Retroaudive
Bürgerliche Dämmerung / tagesschau / Situative Gesänge
Schnitt der Videodokumentation: Oliver Rauscher, Simon Sengmüller
Walter Siegfried präsentiert und kommentiert Ausschnitte von Arbeiten aus den letzten Jahren. Immer wurde bei diesen Arbeiten die Tonschicht als Vermittler zu mehr oder weniger konstruierten Situationen eingesetzt. Die Töne, Geräusche, Klänge waren orts- und zeitbezogen und nie als geschlossenes Werk gedacht. In der Veranstaltung werden jeweils die Kontexte der Arbeiten sowie akustische Sequenzen daraus vorgestellt.
Bürgerliche Dämmerung / ortsbezogenes Umherschweifhörspiel für die Zeit des Sonnenstandes von 6° bis 0° unter dem Horizont; eingerichtet für die Tage vom 6.2.1998 7.00 - 7.36 Uhr / 7.2.1998 6.59 - 7.35 Uhr / 8.2.1998 6.57 - 7.33 Uhr im Gelände der Evangelischen Akademie Tutzing.
tagesschau / mediale Konfrontation von jeweils aktueller Tagesschau und live musizierten Vier ernsten Gesängen von Johannes Brahms. Klavier: Frank Helfrich, Kazuko Uehara. Uraufführung Kreuzkirche München 1996; vorläufig letzte Aufführung: Performance Konferenz Mannheim 2000.
Situative Gesänge / ortsspezifische Gesänge für wanderndes Publikum: Grosser Ostersee seit 1996, Wessobrunn seit 1997, Strobl 1999, Rotis 1999, Zug 2000, Meran 2000. Begleitungen: Thomas Emmerling / Julio Mirón. Technik: Oliver Rauscher
 

16. bis 21. Februar 2001, jeweils 20.30 Uhr

Walter Siegfried
Retroaudive
Bürgerliche Dämmerung / tagesschau / Situative Gesänge
Schnitt Videodokumentation: Oliver Rauscher, Simon Sengmüller
Nachklang-Installation
 

Live Event!

Donnerstag, 22. Februar 2001, 20.00 Uhr

STAALPLAAT Audio-Galerie
Gespräch mit dem Gründer Geert-Jan Hobijn
Gegründet 1982 in Amsterdam, eröffnete Staalplaat seine Audio-Galerie1996 in Berlin. Staalplaat ist ein Forum für Sound-Künstler, ein internationales Netzwerk für den interkulturellen Ideenaustausch und ein Label zugleich. Messen die meisten Organisationen ihren Erfolg an dem Umsatz oder den Einnahmen die sie erzielen, so ist Staalplaat eine Unternehmung,die das Risiko und Überraschungen nicht scheut und sich der Entdeckung ungeschliffener Diamanten verschrieben hat. Staalplaats Strategie ist es, durch die Stimulierung neuer thematischer Ansätze und unerhörter Sounds, durch die Initiierung des Austausches zwischen Künstlern über unterschiedliche metamusikalische Konzepte sowie durch die aktive Förderung musikalischer Experimente, in die Zukunft zu investieren - um die Grenzen dessen, was wir heute "Musik" nennen, zu erweitern.
Ausgewählte Hörstücke der STAALPLAAT Audio-Galerie sind vom 23. bis 25. Februar und 28. Februar bis 4. März 2001, jeweils 20.30 Uhr, in der t-u-b-e zu hören.

 

23. bis 25. Februar und 28. Februar bis 4. März 2001, jeweils 20.30 Uhr

STAALPLAAT Audio-Galerie
ausgewählte Hörstücke

 

Live Event!

Mittwoch, 7. März 2001, 21 Uhr Einlaß, Beginn 22.05 Uhr
Bayern2Radio Live aus der t-u-b-e
intermedium records ballnacht
Günther Koch Revisited: Voll in den Mann
DJ-Performance und Record-Release-Party
Produktion: BR/intermedium records 2001
2001 wird der Rundfunkreporter Günther Koch im 25. Jahr die Kunst der Fußballreportage live aus dem Stadion hochhalten. Unvergleichlich das An- und Abschwellen seiner Stimme, seine Begeisterung und vor allem sein Torriecher. Wenn er sagt "jetzt kracht's", dann folgt fast immer ein Treffer und Günther Kochs unnachahmlicher Torschrei.
Die „intermedium records ballnacht“ in der t-u-b-e ist die Nacht vor dem Spiel, das ab 14. März  sieben mal, immer mittwochs um 16.05 Uhr, in Bayern2Radio läuft. Musiker, DJs und Medienkünstler feiern den leidenschaftlichen Berichterstatter Günther Koch mit 20 Hörstücken, O-Ton-Kompositionen und Songs. Mitschnitte seiner Reportagen - Dokumente seines "verbalen Dribb-lings" - waren die Ausgangsmaterialien für die am Projekt beteiligten Musiker.
Die „intermedium records ballnacht“ präsentiert die Doppel-CD „Günther Koch Revisited: Voll in den Mann“.
Eine Veranstaltung des Bayerischen Rundfunks Hörspiel und Medienkunst & der t-u-b-e.
 

Live Event!

Donnerstag, 15. März 2001, 21 Uhr

HIGH-FLYER LIVE AT THE T-U-B-E
Lange Live-Mix Nacht mit
VJs: Peter Becker, Andreas Bergen, Maria Heinzelmann (High Flyer), David Süß (Ultraschall)
DJs: Mooner Industries (Erkrankung durch Musik), Stefan Holmeiner (Swimmingpool-Productions)
Konzept & Produktion: BECKER BERGEN BROADCASTING
In enger Zusammenarbeit mit den renommiertesten DJs der Techno-Szene um den Club ULTRASCHALL entwickelten Peter Becker, Andreas Bergen und David Süß in ihrem Projekt HIGH FLYER eine Synthese von avantgardistischer Club-Cultur und elektronischer Bild- und Klangforschung. Fernab von medienphilosophischem Ballast spiegelt sich in den verschiedenen Aktionsfeldern wie Live-Performance oder Deutschlands einzigem elektronischen Bildmagazin eines Techno-Clubs ein neues Verständnis von Multimedia und Ästhetik, von Kultur und Party. ln Kooperation mit Mooner Industries, Stefan Holmeier und Maria Heinzelmann, gestaltet das HIGH FLYER-Team eine lange Live-Mix Nacht: Die VJs mit ihren Video- und Computersequenzen treten mit den DJs, deren Turntables und Meta-Synthesizing in einen künstlerischen Dialog.
Komplexe Strukturen von Bild und Ton, von abstract bis ambient, von rhythmisch bis hypnotisch, treffen aufeinander, bedingen und erweitern sich. Videorekorder, Schallplattenspieler, Mischpult und Computer sind miteinander verbunden und werden in der Performance live und mit einem Höchstmaß an Improvisation und Interaktivität gesteuert. Das Resultat wird mittels Lautsprechersystem und Beamer-Projektion in ein visionäres Raumerlebnis transferiert, welches für die Stimmungen und Aktivitäten der Besucher offen bleibt.
Die subversive Poesie früher Science-Fiction-Filme und Pulp Magazines fließt in Klang- und Bildzitaten in die Performance ein. Da HIGH FLYER LlVE AT THE T-U-B-E als ein audiovisuelles Labor konzipiert ist, hat die Veranstaltung ein offenes Ende und wird anschließend als radiophone Bildaufzeichnung eine knappe Woche lang in der t-u-b-e präsentiert.

 

16. bis 21 März 2001, jeweils 20.30 Uhr

HIGH-FLYER LIVE AT THE T-U-B-E
Radiophone Bildaufzeichnung der Langen Live-Mix Nacht vom 15. März 2001

 

Live Event!

Donnerstag, 22. März 2001, 20 Uhr

Vernissage
Bodenarbeit: Lichtintervalle als Strukturgeneratoren
Licht- und Klanginstallation von Tilman Küntzel
Auf dem Boden sind Sitzkissen verteilt. An jedem Kissen ist eine Seidenrose befestigt. In den Blüten sind Glühbirnen eingearbeitet, die in aleatorischer Folge blinken. Diese Lichtintervalle sind durch verschiedenartige piezoelektrische Elemente hörbar gemacht. Die Piezo-Klangerzeuger sind in den Kissen untergebracht.  Der Raum ist nur sehr gering durch indirekte Beleuchtung erhellt, sodass der Raum erfüllt ist durch die den Boden bedeckenden roten blinkenden Blüten. Das auditive Erscheinungsbild ist geprägt durch die am Boden verteilten, in unregelmäßigen Intervallen tönende Signalgeber, deren Klang durch die Kissen gedämpft ist. Praktisch wird das Klangbild unmittelbar durch das visuelle Erscheinungsbild generiert. Die Betrachter bewegen sich durch den Raum und verändern dadurch die subjektive Wahrnehmung der Impulse, oder ruhen auf den Kissen und entscheiden sich dadurch für eine individuelle Hörposition und Sichtperspektive.
 

23 bis 28 März 2001, jeweils 20.30 Uhr

Bodenarbeit: Lichtintervalle als Strukturgeneratoren
Licht- und Klanginstallation von Tilman Küntzel

Programmänderungen vorbehalten.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.